FR4 (FR: flame retarding, flammhemend) ist eine weithin akzeptierte internationale Gütebezeichnung für glasfaserverstärkte Epoxid-Laminate, die flammhemmend (selbstverlöschend) sind.

Eurocircuits Anforderungen an Laminate für Leiterpltten (basierend auf Definitionen der IPC-A-600(x) Klasse II)

Die Platten müssen frei von Staub und Schmutz sein.

FR-4 defects - Measling -Crazing -Blistering

Measling (1) = Trennung der Fasern am Gewebeknoten ist zulässig.

Crazing (2) = Ablösen der Glasfasern vom Harz ist zulässig.

Blistering (3) = lokales Quellung und Ablösen im Grundmaterial, zwischen einzelnen Glasgewebelagen oder zwischen Grundmaterial und Kupferfolie). siehe: Delaminierung unten.

 

FR-4 defects - Weave exposure - texture - Delamination

Weave exposure (4) = frei gelegtes Glasfasergewebe, weil die äüßerste Harzschicht fehlt, ist zulässig.

Weave texture (5) = sehr dünne äußerste Harzschickt ist erlaubt.

Delaminierung = ausgedehnte Trennung innerhalb der Leiterplatte

Nicht mehr als 25% des Abstandes zwischen benachbarten Leitern oder durchkontaktierten Bohrungen.

Es darf nicht mehr als 1% des Leiterbildes auf jeder Seite betroffen sein.

Keine Ausbreitung durch thermischen Belastungstest oder repräsentativen Zustandim Betrieb.

(6A) zeigt das Ablösen zwischen zwei Glasgewebelagen im Basismaterial. Das Ablösen kann auch zwischen dem Basismaterial und der Kupferfolie auftreten.


Separation and Haloing

(6B) zeigt das Ablösen zwischen einzelnen Gewebeschichten.

(6C)
und (6D) zeigen das Ablösen zwischen Laminat und internen bzw. externen Pads bzw. Kupferflächen.

Haloing (7) = durchsichtiger Bereich in der Leierplatte ist zulässig, wenn es nicht mehr als 2.54mm oder 50% des Abstands zum nächsten Leiter beträgt, je nachdem, welcher Wert kleiner ist.

Fremdeinschlüsse, metallische oder nicht-metallische, die in einem Isoliermaterial eingeschlossen sind, sind je nach Größe und Position zulässig.

Hohlräume im Laminat, Hohlräume im Prepreg, Spannungsrisse, Harzrisse, Faserbündelrisse = typische Hohlräume und Risse in Laminaten, benannt nach der Position und/oder der Ursache ihres Auftretens, sind zulässig, wenn sie 76µm nicht überschreiten und nicht gegen dielektrische Mindestabstände verstoßen.

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